Fachartikel: Praktische Einführung in das Thema Machine Learning (ML)

Der Artikel gibt eine praktische Einführung in das Thema Machine Learning (ML) und zeigt auf, wie mit der WEKA-Bibliothek in Java aus dem häufig verwendeten Beispieldatensatz „Iris“ ein Entscheidungsbaum zur Klassifizierung eines Datensatzes bezüglich seiner Zugehörigkeit zur Iris-Klasse realisiert werden kann. Wir verwenden im Beispiel einen Entscheidungsbaum mit dem J48-Algorithmus, da Entscheidungsbäume sehr anschaulich sind und Entscheidungskriterien sichtbar machen. Der J48-Algorithmus bringt zudem eine effiziente Implementierung des Algorithmus C 4.5 mit, die häufig bereits sehr gute Klassifizierungen ermöglicht.

Artikel: Praktischer Einstieg in ML mit WEKA: Erstellung eines Entscheidungsbaums

Eclipse IoT: Open Source Software für das Internet der Dinge und Industrie 4.0 Lösungen

Industrie 4.0 beschreibt die Vernetzung und intelligente Integration von Maschinen, Produkten und Betriebsmitteln mit IT-Systemen sowie Daten mit industriellen Prozessen auf Basis des Internets der Dinge. Die Anzahl vernetzter Geräte nimmt rasant zu. Für die Verwaltung und Integration wurden in der letzten Zeit zahlreiche konkurrierende und teils proprietäre IoT-Plattformen von verschiedenen Anbietern angeboten. Es gibt zwar bereits einige Standards, die auch heute schon häufig genutzt werden, wie u. A. Constrained Application Protocol (CoAP) – ein Web-Transfer-Protocol für die M2M-Kommunikation, MQTT – ein leichtgewichtiges Nachrichtenprotokoll oder OPC-UA – um Maschinendaten zu transportieren und semantisch zu beschreiben. Ebenso bemühen sich einige Initiativen und Konsortien für eine weitere und durchgängige Standardisierung. Jedoch hat sich noch kein durchgängiger Standard etabliert und die Bemühungen laufen parallel zu einander.

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Ein Plädoyer für den internen Produktmanager

Das Produktmanagement ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg eines Produktes. Der Produktmanager hat stets das Ziel, ein Produkt auf dem Markt zu positionieren und es erfolgreich an den Kunden zu bringen. Dazu stimmt er sich intern ab und klärt, welches Produkt oder welche Produktlinie des Unternehmens auf dem Markt geeignet sind. Gleichzeitig hat der Produktmanager den Markt im Auge, um auf Veränderungen zu reagieren, d.h. das richtige Produkt oder die richtige Produkteigenschaft zur richtigen Zeit zu präsentieren.

Bei dem Begriff „Markt“ denken viele hier an die große externe Gruppe, die heiß umkämpft über Marketing angesprochen wird und die mitunter extrem aufwändig beworben wird.

Viele Unternehmen vergessen dabei, an den internen Markt zu denken, nämlich den der Anwender in einem Unternehmen:

„Sowas haben wir nicht. Wir machen nur Projekte und keine Produkte“

Fängt hier nicht ein folgenschwerer Irrtum an?

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Eye-Tracking as a Service

Um eine Anwendung möglichst optimal zu gestalten, ist es wichtig, Nutzer bei dem Umgang mit dieser Anwendung zu beobachten. Das gestaltet sich jedoch als schwierig, da ein Nutzer bei der Interaktion mit einer Anwendung viele Denk- und Handlungsschritte gleichzeitig ausführt. Ein automatisiertes Aufnehmen des Nutzers hilft dabei, den Integrationsprozess zu verstehen: Durch Eye-Tracking können seine Maus- und Blickbewegungen dokumentiert werden. Es sind Fixationen und Scanpaths der Nutzerblicke, die bei Softwareanwendungen als auch bei anderen Oberflächen und Umgebungen eine schnellere Benutzbarkeitsbewertung dieser ermöglichen. Dadurch ist die gezielte Steigerung der Benutzerfreundlichkeit von Anwendungen und die Optimierung der Arbeitsplatzgestaltung im Industriebereich über Blickbewegungsanalysen effizienter umsetzbar.

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Random Number Generators in virtuellen Maschinen

Blockierendes /dev/random

Benötigt ein Prozess auf einem Linux Server eine Zufallsquelle, dann kann er hierfür auf die unter Linux Betriebssystemen üblichen Quellen /dev/random und /dev/urandom zurückgreifen. Hier gibt es einen wesentlichen Unterschied: random blockiert, wenn es keine hinreichend zufälligen Werte mehr liefern kann. Die Quelle urandom hingegen liefert weiter Werte, jedoch sind diese mit abfallender Entropie weniger zufällig.

Virtualisierte Server verfügen in der Regel nicht über Hardwareresourcen, welche sich eignen würden, um zufällige Startwerte für einen Zufallsgenerator zu bilden (beispielsweise ein Trusted Platform Modul, TPM). Auf Grund dessen erschöpft sich der Entropiepool hier sehr schnell und /dev/random liefert keine Werte mehr. Dies kann dann, wie in JDBC Zugriff auf Oracle-Datenbank scheitert mit I/O-Fehler: Connection reset (1) beschrieben, auch dazu führen, dass zwei Applikationen nicht verschlüsselt miteinander kommunizieren können.

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JDBC Zugriff auf Oracle-Datenbank scheitert mit I/O-Fehler: Connection reset

Warum komme ich plötzlich nicht mehr an die Datenbank?

Mit einer unserer Java-Anwendungen hatten wir plötzlich ein unerklärliches Zugriffs-Problem auf die darunter liegende Oracle Datenbank. Nach der Installation der Anwendung auf einer neuen Virtuellen Maschine scheiterte jeder JDBC-Zugriff auf die Datenbank mit dem Fehler:

java.sql.SQLRecoverableException: I/O-Fehler: Connection reset

obwohl der Datenbank Server selbst nicht verändert wurde. Wir konnten den Fehler mit einer einfachen Test Klasse repoduzieren und es wurde schnell klar, es liegt weder an der Anwendung, noch am Datenbank-Server.

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Von der Persönlichkeit eines (erfolgreichen) Projektleiters

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Blogparade zur PM Welt 2017: „Klassisch, agil oder egal: Ist ein guter Projektleiter mit jeder Methode erfolgreich?

Selten war ich so hin und her gerissen, wie bei der Suche nach der Antwort auf diese Frage. Je mehr ich über ein Ja nachdachte, so öfter hatte ich Erinnerungen an Erlebnisse, die genau das Gegenteil bedeuteten. Auch bei einem Nein kamen mir sofort unzählige Beispiele in den Sinn, die eindeutig mit Ja zu beantworten sind. Ich wollte mich aber nicht damit abfinden, dass die Antwort lautet: „it depends“.

Dann kam ich zu dem Punkt, an dem ich mich selber fragte: Sind die Soft-Skills (ein Teil der Persönlichkeit) eines Projektleiters nicht auch ein Bestandteil seines individuellen Methodenkoffers?

Ich denke ja. Wer Persönlichkeit hat, geht mit sozialer Kompetenz und methodisch vor!

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Von der Lösung zum Problem – Impact Mapping mal anders herum

Als Projektmanager bin ich täglich mit den Anforderungen unserer Auftraggeber konfrontiert. Diese werden interessanterweise sehr oft in Form von Lösungen formuliert. Der Bezug zum eigentlichen Problem ist nicht (mehr) transparent.

Der Auftraggeber könnte sehr davon profitieren, wenn der Dienstleister in seinem Sinne mitdenkt und damit zum Projekterfolg beiträgt. Dazu gehört auch die Beurteilung und der Vergleich von zwei Lösungen miteinander. Dies ist die Basis für eine richtige – effektive und effiziente – Wahl.

Vor Kurzem bin ich auf die Methode namens Impact Mapping gestoßen. Das Impact Mapping ist ein mächtiges Werkzeug, welches eigentlich nur eine Richtung kennt. Als ich sie verstanden hatte, versuchte ich diese einfach mal anders herum anzuwenden. Mit ungeahnten Folgen…

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