Ein Blick zurück zur Konferenz MuC14 und UP14

Vor einer Woche fand die Konferenz Mensch und Computer in München statt. Unter dem Dach der Konferenz vereinen sich die wissenschaftliche Fachtagung Mensch-Computer-Interaktion (MCI) und die Praxistagung Usability Professionals (UP) der German UPA. Es waren dieses Jahr fast 800 Teilnehmer.

Die akquinet AG war mit den Sprechern Nicole Charlier, Philipp Kumar und Daniel Süß vertreten. Hier unsere Eindrücke zu Vorträgen …

… zu Gesten und Interaktionen

Bedienergonomie 4.0 – Ein Blick über den Tellerrand

Der Workshop am Sonntag von Jan Groenefeld und Stephan Willmann hat uns zur Auseinandersetzung mit berührungslosen Gesten- und Sprachsteuerungen angeregt. Wir starteten mit einem Rollenspiel zu berührungslosen Interaktionen mit Küchengeräten (Eierkocher, Toaster, Kühlschrank, Entsafter, etc) und den Hausbewohnern. Der Kühlschrank zum Eierkocher: „Es können keine Eier gekocht werden, wir haben keine Eier vorrätig…“ Die Diskussion wurde dann über den Sinn und die Sinnhaftigkeit von künstlich intelligenten Küchengeräten weitergeführt.
By the way… Gibt es so was schon? Hier ein schneller Link zu einer AI-Küche: http://www.dfki.de/web/aktuelles/cebit2014/kochbot (Link geprüft am 09.09.2014).

Der Blick in die Zukunft: Interaktion in 10 Jahren

Wie wird sich die mobile Interaktion in den nächsten 10 Jahren verändern?
Zu dieser visionären Diskussion lud das Tutorium Mobile Human-Computer Interaction von Niels Henze und Enrico Rukzio ein.
Es begann mit einem Rückblick auf die mobile Interaktion vor 10 Jahren, 2004, den Handys.
2007 revolutionierte das iPhone den Markt. Es führte neue Interaktionsformen (Touch-Steuerung, nur virtuelle Tastatur) ein, hatte ein eigenes Eco-System mit App-Stores und vereinte viele Funktionen wie Internetzugriff, Navigationssoftware und Fotoapparat in einem hosentaschen tauglichen Gerät. Doch welche maßgeblichen Veränderungen gab es in den letzten sieben Jahren? Neben dem Auftreten günstiger werdender Eye-Tracker, Smart-Watches und Smart-Glasses nicht sehr viel. Herausfordernd bleiben die begrenzten Eingabemöglichkeiten (Finger, Sprache), die ebenfalls begrenzten Ausgabemöglichkeiten (Monitorgröße, Lautsprecher), der unbekannten Benutzungskontext und die bisher geringe Interaktion mit „Objekten in der echten Welt“. Visionär erwarten wir flexible Telefone, verbesserte Eingabeoptionen (beispielsweise durch optimierte Touch-Fehlererkennung und Wortvervollständigung) und neue Sensoren (wie Wärmebildsensoren, um optische Eingaben über die Kamera zu verbessern). Besonders interessant wird die Kombination mehrerer Geräte eines Benutzers, wobei beispielsweise das Smartphone als leistungsstarkes Hauptgerät in der Tasche bleiben kann und Ein- und Ausgabe über Headset, Brille und Armbanduhr erfolgen. Diese Vernetzung erlaubt weit umfangreichere Interaktionen als bisher und erleichtert besonders den schnellen Zugriff auf die Informationen in der Hosentasche. Wir bleiben freudig gespannt.

… zu Gamification

Motivation am Fließband steigern: Gamification in der industriellen Produktion

Wie lassen sich an einer Fließbandstrecke sowohl Motivation, Effizienz als auch Qualität steigern? Sind dafür Methoden aus dem Game Design denkbar und sind diese überhaupt mit einer Produktionsstrecke vereinbar? Zu diesen Fragen hat Jörg Niesenhaus  im Workshop Press Play? Praxisorientierte und wissenschaftliche Sicht auf Gamification Erfahrungen aus einem Praxisprojekt vorgestellt. Nach der Identifizierung elementarer Handlungen von Einzelpersonen ließen sich Analogien zu beliebten und verbreiteten Spielen aufzeigen. Eine essenzielle Erkenntnis aus der Beobachtung ist, dass an der Produktionsstrecke die Gruppeninteraktion sehr wichtig ist und bei der Bewertung gegenüber individuellen Handlungen berücksichtigt werden muss. Daraus wurden Techniken zur Erhöhung des Gruppengefühls, der Motivation, der Geschwindigkeit und der einzelnen Arbeitsqualität abgeleitet. Das Projekt startet demnächst den Testlauf und muss dann beweisen, inwiefern die Maßnahmen mit dem Produktionsziel und dem einzelnen Menschen an sich harmonieren.

… zu Tools/Wireframing

Einführung in die UX Design Software Antetype Effizientes Design für den gesamten UCD Prozess – von Wireframes bis zu interaktiven Hi-Fi Prototypen

Das Tutorial von Christian Kaspari hat uns Lust gemacht, die Software Antetype einmal auszuprobieren. Wireframes und Designs sollen hier einfach produziert werden und die Deliverables sind responsive.

… zu Accessibility

AK Barrierefreiheit: Accessibility Gig – Easy Checks

Der Workshop vom Arbeitskreis Barrierefreiheit der German UPA erläuterte die „Easy Checks“ von der Web Accessibility Initiative (WAI). Damit gibt es jetzt noch eine weitere Checkliste, um einen schnellen Eindruck der Barrierefreiheit einer Website zu erhalten. Die Easy Checks gibt es hier: http://www.w3.org/WAI/eval/preliminary

… zum Eye-Tracking

SMI Mobile Glasses

Die Mobile Glasses vom SMI haben wir ja schon einmal in einem Whitepaper evaluiert. Auf der Konferenz haben wir Herrn Gilbert Cauwenberg vom SMI wieder getroffen. Es gab seitdem viele Neuerungen an den Mobile Glasses. Besonders das Streaming auf den Rechner und das Setzen von Markern im Video hat uns sehr erfreut. Mit den Live-Markern ist die Auswertung des Videos einfacher und schneller durchzuführen. Aufgabenbeginn und -ende können somit schon während des Tests getrackt werden. Wir freuen uns auf diese Version.

… und Events

Die Abendveranstaltung am Montag Abend hat wieder zum Vernetzen angeregt. Es war ein schöner Abend.

Abendveranstaltung MuC14

Unsere zwei Vorträge zu den Themen Mobile Unterstützung in der ambulanten Pflege und Cross-Browser und Cross-Device Tests haben uns viel Spass gemacht. Wir hoffen auch, dass wir euch damit Lust auf mehr gemacht haben. Bleiben wir in Kontakt: ux@akquinet.de

Vielen Dank an die Veranstalter der MuC 2014 und der UP14. Wir freuen uns auf das nächste Jahr in Stuttgart vom  6. bis 9. September 2015.

Abschluss-MuC-2014-2

 

Medienecho & Besuchermeinungen zu unseren Beiträgen

„Der richtige Patient, die richtige Wohnung, der richtige Zeitpunkt!“

2. Sept. 2014

Sprecher: Nicole Charlier, Philipp Kumar

Slideshare: http://de.slideshare.net/niccha/der-richtige-patient-die-richtige-wohnung-der-richtige-zeitpunkt

Platz 2 in der Publikumsbewertung für den UPA Best Session Award.

 

„Cross-Browser Tests und die Tücken des Alltags“

3. Sept. 2014

Sprecher: Nicole Charlier, Daniel Süß

Slideshare: http://de.slideshare.net/niccha/cross-browsertests

 

Autoren: Nicole Charlier und Daniel Süß

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