Wie steuere ich den Agilen Festpreis?

In meinen Projekten geht es meistens um individuelle Softwareentwicklung. Das fehlende Puzzlestück im Geschäftsmodell selber zu erstellen kann oft kostengünstiger sein, als eine Standardlösung mit Konfigurationsaufwand und laufenden Lizenzkosten. Die Projekte sind dabei so vielfältig wie die Branchen es sein können. Der Schwerpunkt meiner Erfahrung liegt bei den klassisch denkenden Auftraggebern, die sich mit viel Tradition im Gepäck den Herausforderungen des heutigen Marktes stellen müssen.

Auch bei vielen traditionsreichen Unternehmen setzt sich vermehrt die Erkenntnis durch, dass Agiles Projektvorgehen viele Vorteile mit sich bringt und nicht mehr per se infrage gestellt wird.

So habe ich in zahlreichen Diskussionen mit Projektleitern und Entscheidern über das hybride Projektvorgehen „Agiler Festpreis“ (1) gesprochen und ihnen die Vorteile (2) erläutert. Es war nicht schwer, sie von dem iterativen Vorgehen und der engen Zusammenarbeit mit Anwendern zu überzeugen.

Die größten Schwierigkeiten entstanden bei dem Verständnis der Projektsteuerung.

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Von der Persönlichkeit eines (erfolgreichen) Projektleiters

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Blogparade zur PM Welt 2017: „Klassisch, agil oder egal: Ist ein guter Projektleiter mit jeder Methode erfolgreich?

Selten war ich so hin und her gerissen, wie bei der Suche nach der Antwort auf diese Frage. Je mehr ich über ein Ja nachdachte, so öfter hatte ich Erinnerungen an Erlebnisse, die genau das Gegenteil bedeuteten. Auch bei einem Nein kamen mir sofort unzählige Beispiele in den Sinn, die eindeutig mit Ja zu beantworten sind. Ich wollte mich aber nicht damit abfinden, dass die Antwort lautet: „it depends“.

Dann kam ich zu dem Punkt, an dem ich mich selber fragte: Sind die Soft-Skills (ein Teil der Persönlichkeit) eines Projektleiters nicht auch ein Bestandteil seines individuellen Methodenkoffers?

Ich denke ja. Wer Persönlichkeit hat, geht mit sozialer Kompetenz und methodisch vor!

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Von der Lösung zum Problem – Impact Mapping mal anders herum

Als Projektmanager bin ich täglich mit den Anforderungen unserer Auftraggeber konfrontiert. Diese werden interessanterweise sehr oft in Form von Lösungen formuliert. Der Bezug zum eigentlichen Problem ist nicht (mehr) transparent.

Der Auftraggeber könnte sehr davon profitieren, wenn der Dienstleister in seinem Sinne mitdenkt und damit zum Projekterfolg beiträgt. Dazu gehört auch die Beurteilung und der Vergleich von zwei Lösungen miteinander. Dies ist die Basis für eine richtige – effektive und effiziente – Wahl.

Vor Kurzem bin ich auf die Methode namens Impact Mapping gestoßen. Das Impact Mapping ist ein mächtiges Werkzeug, welches eigentlich nur eine Richtung kennt. Als ich sie verstanden hatte, versuchte ich diese einfach mal anders herum anzuwenden. Mit ungeahnten Folgen…

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Agile Festpreisprojekte – Risiko oder Chance?

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Auf den ersten Blick wirkt ein Agiles Festpreisprojekt wie ein unlösbarer Widerspruch. Festpreisprojekte bieten durch exakte Beschreibungen beiden Seiten Klarheit über die zu erbringenden Leistungen, Termine und Mitwirkungspflichten. Das Risiko trägt der Auftragnehmer – der Auftraggeber wiederum mitunter einen entsprechenden Aufschlag.

Der Begriff Agilität bedeutet beweglich, enthält also die Eigenschaft der Änderung. Agilität erlangt vor allem im Kontext der agilen Softwareentwicklung immer mehr Zuspruch: Weniger Bürokratie und mehr iterative Zyklen führen zu dem wirklich benötigten Ergebnis am Ende des Projektes.

Änderung im Festpreis – wie kann das gut gehen?

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